2 Monate Indien – Meine ganz persönliche Statistik
So schnell vergehen 8 Wochen. Meine erste Indien Backpacker Reise ist Geschichte.
Eine Zeit, vollgepackt mit Schönem, Beeindruckendem, Atemberaubendem, Schockierendem und Faszinierendem. Gerade die Menschen, die ich auf meinem Weg getroffen habe, machten meine Reise erst zu dem, was sie war: Ein voller Erfolg und einfach eine sehr sehr gute Zeit, ohne auch nur einen Hauch an negativen Ereignissen.
Obwohl es mir schwer fällt alle Ereignisse auf einmal vor meinem geistigen Auge Revue passieren zu lassen, möchte ich die Zeit im Flugzeug nach Vietnam nutzen um ein paar Details zu meiner Reise zu liefern:
- Mehr als 7.800km innerhalb Indiens gereist, davon 3.800 km im Zug, 800 km im Flugzeug, 150 km mit dem Roller und der Rest in (Schlaf)-Bussen
- Runde 830 Euro an (KOMPLETTEN!) Reisekosten (inkl. Inlandsflug, Arztrechnung, Verpflegung, Unterkunft und Sonstigem) = 14 Euro / Tag
- 7 von 8 Wochen zusammen mit anderen Reiselustigen unterwegs gewesen (an der Stelle Gruß an die Drei
- 4 Tage von 8 Wochen krank im Bett gelegen
- 5 schwere Sonnenbrände, unzählige kleinere
- 1 Paar Schuhe verloren
- 1 Paar Schuhe abgelaufen
- 1 Leiche auf der Straße gesehen
- 0 Souvenire gekauft
- 2 Fahrzeuge auf Grund von Überhitzung ausgefallen
- 12 GB Internet über UMTS verbraucht
- 32 GB Fotos aufgenommen
- 43 Thalis und 121 Idlis verdrückt
Teuerstes Hotel: 425 Rupien – in Mumbai, Nähe Taj Hotel
Billigstes Hotel: 80 Rupien – in Goa, direkt am Strand
Teuerstes Essen: 420 Rupien – in Jaipur, im Pizza Hut, 1 kleine Pizza inkl. Coke
Billigstes Essen: 12 Rupien – in Bangalore, 4 Idlis, inkl. Wasser
Teuerstes Getränk: 600 Rupien, 300ml Bier im Hype Club, Neu Delhi
Billigstes Getränk: 5 Rupien, 300 ml frisch gepresster Zuckerrohrsaft mit Ingwer in Mumbai, am Straßenrand
Längster Aufenthalt in einem Hotel: 6 Nächte, in Bangalore
Kürzester Aufenthalt: 1 Nacht , im Ashram, im Himalaya auf 4000m Höhe
Beeindruckendster Ort: Gaumukh, Himalaya; Hampi und Rishikesh
Weniger beeindruckende Orte: Mumbai (alles viel zu extrem), Anjuna in Goa, zu viele Drogen
Größter Erfolg beim Handeln: Schuhe für Paula von 1000 auf 200 Rupien gehandelt (ja ja, ich habe das schon drauf!)
Negativste Momente: Eben genannte Schuhe nach zwei mal tragen kaputtgehen zu sehen; Zimmerdurchsuchung durch Polizei in Kanyakumari; Verkehrskontrolle in Panjim, Goa, Krank im Bett in Jaipur und darum Paula die Weiterreise versaut zu haben
Beste Momente: Beim Wildwasser Rafting in Rishikesh von einer Welle in den eiskalten Ganges gestoßen zu werden; Vollkommen fertig und erschöpft in 4.300m Höhe vor der Quelle des Ganges bei 0°C im T-Shirt stehen; Von wildfremden Menschen zum Essen eingeladen werden; Die einstige Wohnung Ghandis besuchen zu dürfen und seine minimalste Lebensart vermittelt zu bekommen
Enttäuschendste Momente: Paar Stunden vor dem Abflug von einem Bollywood Headhunter gefragt zu werden, ob man in einem Bollywood-Streifen mitspielen will, obwohl man dies schon seit 4 Wochen vergeblich versucht
Überraschendste Momente: Besuch im größten Slum Asiens mit 1,5 Millionen Einwohnern, stellte sich sogar als minimal lebenswert heraus; Meinen ersten Mitreisenden 3 Wochen und 3000km später wiedertzureffen, zufällig, in Neu Delhi
Peinlichster Moment: Mit einem Ohrstöpsel im Gehörgang beim Dorfarzt vorsprechen, gefragt zu werden wo dass Problem sei, wenn ich denn noch etwas hören kann und anschließend das Teil in 2 Sekunden kostenlos entfernt bekommen
Längste Fahrt in einem Verkehrsmittel: 62 Stunden im Zug, vom Süden in den Norden Indiens
Kürzeste Fahrt in einem Verkehrsmittel: 3 Minuten im Taxi, nachdem der Fahrer uns den 4-fachen Preis andrehen wollte
Gefährlichste Fahrt in einem Verkehrsmittel: Mit dem öffentlichen Bus von Haridwar nach Uttarkashi, 4 Stunden abwechselnd stehend, ungesicherte Serpentinen hochgequält, definitiv eine der tödlichsten Straßen der Welt
Bequemste Fahrt in einem Verkehrsmittel: Metro in Neu Delhi, welche auf Weltniveau ist – VORSICHT: Taschendiebe!
Bestes Essen: In Palolem, Goa, am Strand: Malai Kofta im Zusammenspiel mit Kingfisher Bier und Mochitos für 1 Euro
Schlechtestes Essen: Eine Pizza im Pizzahut, Jaipur
Größte Geldverschwendung: Ein Touristenbus in Neu Delhi, 300 Rupien
Beste Investition: 100 Rupien für eine (sehr guten) Ray Ban Sonnenbrillenfake; 80 Rupien / Tag für Moped in Rishikesh, 100 Rupien für einen “New Delhi Style” Haarschnitt inkl. Gesichtsmaske und Massage in Neu Delhi
Lieblingsessen: All-Time-Classic: Idli (am Morgen), Thali danach, Bananen zwischendurch, Chai immer
Leckerste Frucht: 3kg Jackfruit in Uttarkashi, Himalaya – himmlich
Leckerstes Getränk: Salt Lassi in Paharganj, Neu Delhi
Mein allmorgendliches Ritual: Ausgiebiger Spaziergang, der oft mit einem oder zwei Chais (frisch gekocht, mit Ingwer und Zitronengras) gipfelte
Anstrengenste Momente: 36km Himalayatour – ich dachte ich sterbe, Aufenthalt in Mumbai
Entspannendste Momente: 60 Minuten Massage in Rishikesh; Aufenthalt in Goa in Strandhütten
Must-Do’s: Spontan auf ner Hindu-Hochzeit mittanzen, (Special!)-Lassi in Jaipur trinken, den Himalaya besteigen (gerade wenn man eine Kondition eines alten Esels hat), in Indien zum Friseur gehen, auch mal in Hotels hausieren, in denen das Duschwasser nach Rattenkadaver stinkt und nachher 3 Tage mit ner Bakterieninfektion des Magens und Leben im Bett liegen, ohne Führerschein und Helm auf einem Highway von der Polizei kontrolliert werden und mit 3 Euro Bestechungsgeld lachend davon düsen
Dont’s: Mehr als 8kg Gepäck einpacken, 2 Hosen und 3 Shirts sind genug! In Indien ist alles billig, zur Not kaufen, wenn benötigt. Ohne Krankenversicherung reisen, wie ich für 6 Wochen.
Anbei noch die letzten Bilder aus Mumbai und dann mache ich hier die Schotten dicht. Weiter geht’s mit Vietnam-Backpacker.de.


























